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T-Shaped People: Positive Teamdynamik durch verschiedene persönliche Lernstile fördern

January 15, 2017

Design Thinking ist eine Teamaktivität. Gute Teams setzen sich aus Personen mit verschiedenen interdisziplinären Hintergründen und aus verschiedenen organisatorischen Hierarchiestufen zusammen. Was wir hierbei allerdings oft ignorieren, sind die internen Denkmuster und Lernstile der einzelnen Teammitglieder.

 

 

Design Thinking ist eine Teamaktivität

Design Thinking befasst sich mit der Zukunft. Es geht für uns meist darum aus alten Denkmustern auszubrechen und neue Wege zu gehen, anstatt existierende Routinen zu replizieren. Dabei ist es notwendig, die zu lösenden Probleme aus einer Vielzahl von Perspektiven zu betrachten. Für die meisten von uns ist somit die richtige Teamzusammensetzung das A-und-O, um großartige Lösungen zu erzielen.

 

Wie sollten Teams zusammengesetzt sein?

Um die Erfolgsaussichten von Innovationsprojekten zu erhöhen, bietet es sich an, Personen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzubringen. Das optimale Profil eines Design Thinking Teammitglieds wird dabei oft als „T-shaped“ bezeichnet. Der vertikale Strich des Buchstaben T steht in dieser Analogie für die Tiefenexpertise, die ein Teammitglied aus seiner eigenen Disziplin einbringt. Der horizontale Strich symbolisiert die Bereitschaft des Teammitglieds, sich auch anderen Disziplinen anzunähern. Die daraus resultierenden multidisziplinären Teams können sowohl in der Problemfindungs- als auch in der Problemlösungsphase auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen, der ihnen dabei hilft bestehende Dinge zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu eröffnen. In Organisationen ist es darüber hinaus nützlich, Teammitglieder aus verschiedenen Hierarchieebenen für die Innovationsvorhaben zu rekrutieren, um die Erfolgschancen weiter zu erhöhen.

 

Teamdiversität durch verschiedene Lernstile

Die oben genannten Strategien zur Zusammenstellung von Teams sind den meisten von uns, die sich schon einmal mit Design Thinking beschäftigt haben, bekannt. Was wir hierbei bislang aber oft vernachlässigt haben, sind die individuellen Denkmuster, die jedes Teammitglied implizit benutzt, um sich neuen Aufgabenstellungen anzunähern. Es lohnt sich also einen Blick in die Lernpsychologie zu werfen, denn sehr abstrahiert betrachtet, kann die Arbeitsweise von Design Thinking Teams auch als ein kontinuierlicher Lernprozess verstanden werden.

 

Ein sehr anschauliches Modell zu erfahrungsbasiertem Lernen, welches in der Pädagogik bereits seit mehr als 30 Jahren Anwendung findet, wurde von David Kolb entwickelt. Kolb geht dabei davon aus, dass Menschen durch zwei jeweils gegensätzliche Modi Informationen aufnehmen und verarbeiten. Daraus resultieren vier unterschiedliche Lernstile, die sich in die Dimensionen abstrakte Begriffsbildung, aktives Experimentieren, konkrete Erfahrung und Reflexion einteilen lassen.  In einem Lernprozess rotiert eine Person regelmäßig durch die verschiedenen Lernstile, um neue Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und anschließend anzuwenden. An welcher Stelle der Lernende in diesen Prozess einsteigt, hängt dabei von der jeweiligen Situation und den persönlichen Lernpräferenzen ab. Interessant an diesem Modell ist auch, dass Personen tendenziell ein bis zwei Lernstile präferieren.

 

Bei genauerer Betrachtung werden hier auch die Parallelen zur Anwendung von Design Thinking deutlich. Wenn wir mit einem neuen Projekt konfrontiert werden, starten wir zum Beispiel damit Probleme zu erkennen und mögliche Alternativen zu erarbeiten (Diverger). Anschließend werden die Erkenntnisse konkreter definiert und Theorien ausgearbeitet (Assimilator). Darauf folgt der Lösungsprozess der Probleme, sowie das theoretische Prüfen der angedachten Lösungen (Converger). Im letzten Schritt, werden diese Lösungen dann prototypisiert und ausgeführt (Accomodator). Der Prozess wird dabei so oft wiederholt, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird.

 

 

 

Eine Langzeitstudie am Strascheg Center for Entrepreneurship in München hat ergeben, dass Design Thinking Teams, welche alle Lernstile annähernd gleichmäßig in einem Projekt benutzen, signifikant bessere Projektergebnisse erzielen. Daraus lässt sich schließen, dass in der Zusammensetzung von Design Thinking Teams auch auf die Diversität der präferierten Lernstile der einzelnen Teammitglieder Rücksicht genommen werden sollte. Zusätzlich sollten Teams während eines Projekts dazu angeregt werden, möglichst flexibel zwischen den verschiedenen Lernmodi zu wechseln und eine Balance der verschiedenen Modi anzustreben.

 

Das Design Thinking Playbook beschreibt die Wichtigkeit von interdisziplinären Teams. So wird näher darauf eingegangen warum Design Thinker optimaler Weise T-shaped People sind, also Menschen, die Skills und Wissen haben, das beides ist: tief und breit. Das visuelle Fähigkeits­profil entspricht dabei einem „T“. Darüber hinaus wird auf Pi-Profile und U-Shaped Teams im Design Thinking Playbook eingegangen.

 

Erhältlich bei allen bekannten Buchhändlern und dem Vahlen Verlag.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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